Entstehung

Die historische Entwicklung der Implantologie wurde vor allem durch den Pioniergeist einzelner Zahnärzte in freien Praxen getragen.

Mit Beginn der wissenschaftlich begründeten Implantologie als Therapie wurde ein rasanter Fortschritt vorangetrieben.

Entscheidend geprägt wurde die zahnärztliche Implantologie durch Untersuchungen von Branemark über die Knochenheilung. Er entdeckte dabei, dass eine feste Verbindung zwischen dem Metall Titan und dem lebenden Knochen möglich ist und beschreibt diesen Prozess als "Osseointegration".

Vom Blatt- zum Schraubenimplantat

Die ersten Implantate waren sog. "Blattimplantate", bei denen die Aufbauten mit Hilfe von blattähnlichen Metallplatten im Knochen verankert wurden. Dieser Weg wurde zu Gunsten von "Schraubenimplantaten" gänzlich verlassen. Das Schrauben-Design hat sich nach nunmehr über 40 Jahren durchgesetzt.

Implantate gibt es inzwischen in verschiedenen Varianten, Längen, Durchmessern, Formen von weitaus über 100 Herstellern. Fast alle verwenden als Material das Metall Titan.

Anfängliche Versuche mit Keramikimplantaten waren vielversprechend, da auch dieser Werkstoff knöchern integriert wird. Leider waren die ersten Versionen der Keramikimplantate noch nicht stabil genug. Durch die ständige Weiterentwicklung dentaler Materialien ist die heutige Variante der sog. Zirkonoxidkeramik extrem belastbar und bruchsicher geworden. Es liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine ausreichend langen Erfahrungen über den Einsatz dieses Materials im Knochen vor.

Titan gilt somit weiter als bewährter Standard.

Durch verbesserte OP-Techniken und Weiterentwicklungen der Implantate ist es in den letzten Jahren gelungen, das Indikationsspektrum enorm zu erweitern und die Behandlungszeiten zu verkürzen.