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13. September 2011
„Ein völlig neues Lebensgefühl!“
Implantate sind wie die eigenen Zähne

Einer umfassenden Beratung ohne Konkurrenzgedanken fühlen sich die RiZ-Mitglieder wie Dr. Heiko Hintz (Bild) verpflichtet.
Mariele Plogge* war noch längst nicht in dem Alter, da ein Gebiss normal ist. „Ich habe die-sen losen Zahnersatz gehasst – furchtbar!“, sagt sie im Rückblick. „Es war mir sowieso pein-lich, wenn ich z. B. mit einer Halsentzündung zum Arzt musste und er mir in den Mund ge-schaut hat. Außerdem treibe ich viel Sport und habe immer diesen Fremdkörper gespürt.“ Vor einigen Jahren hat sie den herausnehmbaren Zahnersatz durch einen festen, implantat-basierten ersetzen lassen: „Das ist ein völlig neues Lebensgefühl!“

Mariele Plogge lacht während des Telefonats oft – mit dem herausnehmbaren Zahnersatz hat sie lautes Lachen vermieden, sich versteckt. Eine herausnehmbare Teilprothese wie bei ihr ist die übliche Lösung, wenn hinten im Kiefer mehrere Zähne fehlen (Freiendsituation): Sie wird mit einer Klammer und einem Bogen an den übrigen Zähnen befestigt; im Oberkiefer sorgt eine Gaumenplatte für den nötigen Halt. „Bei diesen Prothesen gibt es große Qualitätsunter-schiede; die weniger aufwändig verarbeiteten können wackeln, verursachen auch manchmal Irritationen beim Sprechen“, sagt Mariele Plogges Zahnarzt Dr. Heiko Hintz, Mitglied des Vereins Rheiner implantologisch tätiger Zahnärzte (RiZ). „Auch kann eine solche Prothese die Zähne belasten, an denen sie befestigt ist: Sie lenkt sie beim Kauen aus, sodass die Zähne sich lockern können.“

Mariele Plogge hielt es nicht mehr aus und entschied sich für Implantate: „Nichts ist mehr sichtbar, nichts erinnert mich daran, dass ich Ersatzzähne im Mund habe – sie fühlen sich an wie meine eigenen.“ Hintz erklärt: „Wenn eine herausnehmbare Prothese nicht richtig sitzt, isst der Patient manchmal weniger und kann die Speise nicht mehr so gut zerkleinern – die Folge ist eine schlechtere Ernährung.“ Kritisch, besonders bei älteren Menschen: „Der Patient hat manchmal Magen-Darm-Probleme, weil das Essen im Mund schlechter vorverdaut wird; er altert schneller.“

Die Nachteile eines Implantats: Der Eingriff benötigt eine kleine ambulante Operation mit örtlicher Betäubung, das will der Verein RiZ nicht verharmlosen. „Zugegeben, zuerst habe ich gegen die Operation angesehen“, sagt Mariele Plogge, „aber im Nachhinein kann ich sagen, dass es für mich völlig easy und absolut schmerzfrei war; auch hinterher habe ich eigentlich gar keine Schmerzmittel gebraucht – der Eingriff stand in keiner Relation zur Wirkung. Ich bin froh, dass ich die Implantate habe machen lassen!“ Ein Implantat kostet mehr als eine Prothese und braucht ein paar Monate zum Einheilen. „Für die Einheilzeit wird vorüberge-hend ein provisorischer Zahnersatz gefertigt, der es dem Patienten ermöglicht durch Auf-rechterhalten der Kaufunktion, Sprache und Ästhetik am normalen Alltagsleben teilzuneh-men“, beruhigt RiZ-Zahnarzt Franz Weimer.

Das Zahnfleisch über dem Implantat wird genäht, damit keine Keime aus dem Mund an das Implantat gelangen. Erst wenn es sicher eingeheilt ist, werden die Keramikzähne aufgesetzt. Gefahr droht dem Implantat wie jedem Zahn dann nur noch durch mangelndes Zähneputzen. „Wir prüfen vorher, ob der Patient seine Zähne gut pflegt und regelmäßig zur Prophylaxe geht, um bakterielle Beläge zu kontrollieren“, sagt RiZ-Mitglied Dr. Franz-Heinrich Tölle.“ Auch Rauchen mindert die Erfolgs-Chancen eines Implantats, weil es die Immunabwehr des Zahn-fleisches schwächt.

„Bevor man ein Zahnproblem beheben lässt, sollte man sich gut beraten lassen – denn es ist ärgerlich, wenn man wie Frau Plogge eine Prothese bezahlt, mit ihr nicht zurechtkommt und dann noch einmal in das Implantat investieren muss“, sagt Hintz. Seine Kollegen und er ha-ben sich auch deswegen zum RiZ zusammengeschlossen, um eine umfassende Beratung ohne Konkurrenzgedanken zu gewährleisten.

* Name auf Wunsch der Patientin geändert