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14. Februar 2012
Karies ist ansteckend wie Schnupfen
Regelmäßige Vorsorge erhält Zähne ein Leben lang gesund
"Früher hatten alle Karies und ich fand das schrecklich!", sagt Hildegard Hansing*. "Das Wissen fehlte einfach." Zahnarzt Dr. Heiko Hintz und seine Kollegen im Verein Rheiner implantologisch tätiger Zahnärzte (RiZ) stellen daher die Aufklärung ihrer Patienten in den Vordergrund: "Zähne lassen sich fast immer ein Leben lang gesund erhalten – Karies und Zahnfleischentzündungen aber können dazu führen, Zähne zu verlieren."

Hildegard Hansing und ihr Mann haben deshalb vom ersten Zahn an eine sorgfältige Mundpflege bei ihren Töchtern betrieben – bis die es selbst konnten. Die ganze Familie hat seit 25 Jahren keine Karies gehabt, die Töchter, 18 und 21, also noch nie. Vor dem Zähneputzen gedrückt, haben Marika und Friederike sich nie: "Ich könnte nicht ohne Zähneputzen ins Bett gehen, das ist schrecklich!", sagt Friederike. Sie und ihre Schwester putzen mindestens dreimal täglich. Hansings Rezept für ein Vierteljahrhundert ohne Karies: zweimal jährlich professionelle Zahnreinigung.

Zahnfleischentzündungen (Parodontitis) und Karies sind sehr weit verbreitet und werden durch Bakterien in der Mundhöhle verursacht: "Diese Bakterien setzen sich an den Zähnen fest", sagt Hintz, "außerdem sind sie übertragbar von einem Zahn zum nächsten und sogar von einem Menschen zum anderen – ähnlich wie Schnupfen oder Grippe. Wir wollen niemandem die Freude am Küssen verderben, aber gerade deswegen sollte jeder nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei der Familie auf regelmäßige Vorsorge und Behandlung achten." Im Idealfall werden die schädlichen Bakterien aus der Mundhöhle verbannt – sehr nahe kommt man diesem Ziel durch die regelmäßige professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis zusätzlich zur sorgfältigen häuslichen Mundpflege.

"Die Behandlung dauert eine knappe Stunde", sagt Hildegard Hansing, "Wellness ist das nicht, aber weh tut's auch nicht." Für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen diese Vorsorge. Friederike und Marika saßen bereits als Kleinkinder auf dem Schoß ihrer Mutter während Hildegard Hansings Prophylaxe – Angst haben sie vor dem Zahnarzt nie gehabt. Und auch keinen Grund dazu. "Ich würde mich von dem Preis für die zahnärztliche Reinigung nicht abschrecken lassen", rät Hildegard Hansing und Hintz erklärt: "Wenn man den Verlust auch nur eines Zahnes vermeidet, hat man die Kosten für viele Jahre Prophylaxe schon wieder hereingeholt – gesünder ist man obendrein."

Wenn trotz regelmäßiger Mundpflege und individueller Vorsorge Karies oder Parodontitis schlimmstenfalls dazu führen, dass der Zahn gezogen werden muss, kommt z. B. eine künstliche Zahnwurzel (Implantat) mit einer Krone als naturnaher Ersatz infrage. Der kann zwar keine Karies bekommen, aber Zahnfleisch und Knochen brauchen weiterhin eine sorgfältige und regelmäßige Zahnpflege. "Wir RiZ-Zahnärzte finden es viel schöner, die Zähne unserer Patienten gesund zu erhalten statt zu warten, bis teure und oft (zeit-)aufwändige Therapien notwendig sind", so Hintz.

* Namen aller Patientinnen auf Wunsch geändert